01. Aug 2006 22:41
Medienschaffende verwenden heute weniger Zeit für das Zusammentragen von Fakten als noch vor zwölf Jahren, ergab eine Studie. Der Zeitaufwand für technische und organisatorische Tätigkeiten ist dagegen gestiegen.
Hatten Journalisten 1993 im Schnitt noch 140 Minuten am Tag recherchiert, so waren es bei der Befragung 2005 nur noch 117 Minuten am Tag. Dennoch sei Recherchieren nach dem Verfassen und Bearbeiten eigener Texte die wichtigste Tätigkeit im Journalismus, stellten die Wissenschaftler fest. Dafür sei der Zeitaufwand für technische und organisatorische Tätigkeiten im Vergleich zu 1993 deutlich gestiegen. Für diese wendeten Journalisten im Schnitt 78 Minuten pro Arbeitstag auf.Fast 90 Prozent der befragten Journalisten gaben an, sie wollten ihr Publikum vor allem «möglichst neutral und präzise informieren». Mehr als 50 Prozent sagten, sie wollten «Kritik an Missständen üben». Fast 30 Prozent halten es für wichtig, sich einzusetzen «für die Benachteiligten in der Bevölkerung».