netzeitung.de«Bomben auf Bayreuth» sorgen für Aufregung

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Erfrischung in Bayreuth (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Erfrischung in Bayreuth
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Er finde es «immer schön, wenn man Humorgrenzen testen kann», sagt taz-Satiriker Droste. Und das tat er denn auch: Bayreuth verdiene es, von Israel bombardiert zu werden, schrieb er.

Der Satiriker Wiglaf Droste hat mit einem Beitrag in der Berliner «tageszeitung» (taz) für Wirbel gesorgt. In seinem Artikel für die Satire-Seite «Wahrheit» forderte er am Freitag die israelische Armee auf, statt der libanesischen Hauptstadt Beirut «die namensähnliche deutsche Kleinstadt Bayreuth» zu bombardieren.

Droste begründete das damit, dass dort die Richard-Wagner-Festspiele stattfinden. «Der Antisemitismus ist immer virulent, wo Wagner bramarbasiert wird», schrieb der Autor der namentlich gekennzeichneten Glosse und appelliert an das israelische Militär: «Machen Sie aus der Schäferhundebesitzer-Kulturhochburg Bayreuth das, was diese ihrem Wesen nach ohnehin ist: ein geistloses Erdloch.»

Daraufhin sah sich Droste mit dem Vorwurf konfrontiert, er hege einen Groll gegen Bayreuth. Entsprechende Leserbriefe seien sofort in der taz-Redaktion eingegangen.

Am Montag beteuerte der Schriftsteller und Journalist deshalb im «Nordbayerischen Kurier»: «Ich hasse Bayreuth überhaupt nicht.» Bevor er seinen taz-Text geschrieben habe, habe er sogar «noch mit großem Vergnügen das Vorspiel zum ersten Aufzug von 'Parsifal' gehört und den 'Karfreitagszauber». Das sei alles «großartige Musik», sagte Droste dem Blatt.
«Dieser harte Schuss war beabsichtigt»
Dennoch werde und wolle er nicht von seiner satirischen Aufforderung zum Bombardement Bayreuths abrücken: «Dieser schnelle, harte Schuss war beabsichtigt. Und ich finde es immer schön, wenn man Humorgrenzen testen kann.»

Zitat aus seinem Text: «Es ist ein prächtiger Arschgeigenreigen, der sich jährlich in Bayreuth aufmandelt und aufmauschelt: Autohausbesitzer, die in Kultur machen, Damen wie Mutti Roth, Muschi Stoiber oder Gewaltaprikose Angela Merkel, und obendrein reicht man die dazu passenden Künstlerhalunken». (nz)