18.07.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Redaktionssitz der 'Frankfurter Rundschau'
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Der DuMont-Verlag ist Mehrheitseigentümer der «Frankfurter Rundschau». Die SPD-Medienholding bleibt aber weiter Großaktionär des Zeitungshauses.
Der Verlag DuMont Schauberg hat die Mehrheit an der «Frankfurter Rundschau» (FR) erworben. Wie der Verlag am Dienstag in Köln mitteilte, habe er 50 Prozent der Anteile und eine Aktie am Frankfurter Druck- und Verlagshaus von der Medienholding der SPD, der Deutschen Druck- und Verlagsgesellschaft (DDVG), gekauft.
Die DDVG hatte im Frühjahr 2004 90 Prozent der Anteile erworben, um die Zahlungsfähigkeit des linksliberalen Blattes zu sichern. Das Verlagshaus stand nach jahrelangem Ringen kurz vor der Insolvenz. Die «FR» litt vor allem an einer sinkenden Auflage. SPD-Schatzmeisterin Ingrid Wettig-Danielmeier hatte indes stets klar gemacht, die Partei wolle nur Zwischeneigentümer der «FR» werden und das Blatt weiterverkaufen.
Zum Kaufpreis wurden keine Angeben gemacht. Früheren Berichten zufolge zahlte Dumont 30 Millionen Euro für die «FR». Auch die Essener WAZ-Gruppe und die Madsack-Holding in Hannover sollen Interesse an einem Einstieg bei der «FR» gehabt haben. (nz)