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SWR 3 trennt sich von Robbie Williams

14. Jul 2006 11:54
Fotoscheuer Popstar: Robbie Williams
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Der Radiosender SWR 3 ist nicht mehr Partner der aktuellen Robbie-Williams-Tour: Der Sender reagiert auf Einschränkungen für Fotografen.

Der Radiosender SWR 3 hat auf die Einschränkungen reagiert, die Veranstalter und Management für Fotografen bei der aktuellen Robbie-Williams-Tour verhängt haben: Der Sender wird die Tour nicht mehr präsentieren.

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Der Sender wolle damit die Haltung der großen deutschen Nachrichtenagenturen unterstützen, hieß es in einer Erklärung. Mehrere Nachrichtenagenturen hatten auf die gesamte Berichterstattung in Wort und Bild verzichtet, weil Fotojournalisten der Agenturen von den Konzerten ausgeschlossen wurden.

Lieder bleiben im Programm

Ursprünglich hatte SWR 3 verschiedene Aktionen rund um die beiden ausverkauften Konzerte am 12. und 13. August am Hockenheimring geplant, unter anderem ein zweitägiges Sonder-Radio-Programm. «Aus Solidarität mit den Kollegen kommt das nicht mehr in Frage. Unser öffentlich-rechtlicher Auftrag verpflichtet uns zur Wahrung einer freien Berichterstattung - ehrlichen Journalismus kann man nicht kaufen», sagte SWR-Hörfunkdirektor Bernhard Hermann.

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  • Medien-Boykott der Williams-Konzerte okay?
  • SWR 3 will die Lieder von Robbie Williams aber nach wie vor abspielen. «Wir wollen nicht die Fans bestrafen», sagte eine Sprecherin auf Nachfrage. Hörfunkdirektor Hermann: «Robbie Williams ist zweifellos ein Super-Star, macht gute Musik und ist bei seinen Fans sehr beliebt. Doch das Management stellt unerträgliche Bedingungen für die journalistische Berichterstattung - mit Pressefreiheit hat das nichts mehr zu tun.»

    Journalistenverband forderte Boykott

    Auch der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hatte den konsequenten Verzicht der Nachrichtenagenturen auf die Wortberichterstattung über die Tournee begrüßt und alle Medien aufgefordert, gleiches zu tun. Einem Star, der die Pressefreiheit dermaßen einschränke, dürfe keine Plattform geboten werden. Nach Knebelverträgen sei der Ausschluss von Fotografen nun der nächste Versuch, die freie Berichterstattung über Williams zu verhindern. (nz)

     
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