12. Jul 2006 14:57
Schon bei früheren Auftritten in Deutschland war die Art, wie das Management von Robbie Williams unabhängige Berichterstatter behandelte, kritisiert worden. Nun gibt es neuen Ärger um den Popsänger.
Das sei der Versuch, die freie Berichterstattung über Robbie Williams zu verhindern, sagte DJV-Chef Michael Konken am Mittwoch in Berlin. «Wir fordern alle Medien auf, einem Star, der die Pressefreiheit dermaßen einschränkt, keine Plattform zu bieten und gemeinsam mit den Agenturen auf eine Berichterstattung der Konzerte zu verzichten.»Die «Dresdner Neuesten Nachrichten» hatten am Dienstag über das Konzert, das Williams am Vorabend in der Stadt gegeben hatte, statt eines Fotos eine weiße Lücke mit dem Hinweis auf den Medienboykott auf den Titel gehoben.
Bereits im vergangenen Jahr hätten die Agenturen dpa, AP und ddp freiwillig auf die Berichterstattung über das Williams-Konzert in Berlin verzichtet, erinnerte der DJV. Damals seien Verträge der Grund gewesen, die die Bildjournalisten unterschreiben sollten: Sie sollten nach Einschätzung der Journalisten-Gewerkschaft die Nutzungsmöglichkeiten der Konzertfotos und die Arbeitsmöglichkeiten der Fotografen vor Ort einschränken. (nz)