netzeitung.deARD-Reform belastet Politmagazin- Quoten

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Politikmagazin 'Kontraste' (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Politikmagazin 'Kontraste'
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die «Informationsoffensive» der ARD, die seit Jahresbeginn läuft, geht zu Lasten ihrer Politmagazine. Für die «Tagesthemen» hat sich die Strukturreform dagegen gelohnt.

Nach ihrer Verkürzung auf 30 Minuten und der Einführung neuer Sendezeiten haben die ARD-Politmagazine überwiegend Zuschauer verloren. Die ARD bestätigte am Freitag einen entsprechenden Bericht der «Frankfurter Rundschau».

Danach hatten vor allem «Panorama», «Monitor» und «Report Mainz» in der ersten Hälfte dieses Jahres deutlich weniger Zuschauer als im Vorjahreszeitraum. Seit Jahresbeginn werden die sechs ARD-Magazine montags und donnerstags einheitlich um 21:45 Uhr vor den «Tagesthemen» ausgestrahlt, die von 22:30 Uhr auf 22:15 Uhr vorverlegt wurden.

Während die «Tagesthemen» von dem früheren Sendeplatz profitierten, konnten von den Magazinen nur «Kontraste» (RBB) und «Report München» (BR) ihre Zuschauerzahl stabil halten. Beide wurden im ersten Halbjahr 2006 durchschnittlich von jeweils 2,95 Millionen Menschen gesehen, was für «Report München» sogar einen leichten Zuwachs gegenüber dem Vorjahreszeitraum (2,86 Millionen) bedeutete.

Einbußen gab es dagegen bei «Panorama» (NDR) von 3,50 auf 3,28 Millionen, bei «Monitor» (WDR) von 3,31 auf 3,00 Millionen, bei «Fakt» (MDR) von 3,15 auf 2,87 Millionen und bei «Report Mainz» (SWR) von 3,17 auf 2,64 Millionen.

Unterdessen behauptete das ZDF-Magazin «Frontal 21» mit durchschnittlich 3,62 Millionen Zuschauern (2005: 3,72) im ersten Halbjahr 2006 seine Position als meistgesehenes Politmagazin. Die Sendung wird dienstags um 21 Uhr ausgestrahlt und ist 45 Minuten lang.

Von der Einführung des neuen Programmschemas hatte sich die ARD eine Stärkung sowohl der späten Nachrichtensendung als auch der Magazine versprochen. (nz)