netzeitung.deARD schränkt Christiansen Werbe-Auftritte ein

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Sabine Christiansen (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Sabine Christiansen
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Die ARD sieht die Unabhängigkeit der «programmlichen Arbeit» von Sabine Christiansen gefährdet. Grund ist eine Werbe-Beilage, in der die TV-Moderatorin für eine Fluglinie geworben hat.

Die ARD hat Konsequenzen aus den Werbe-Aktivitäten von Sabine Christiansen gezogen und den mit ihr bestehenden Vertrag in dieser Frage präzisiert. Grund ist laut «Bild» eine Werbe-Beilage in der «Welt am Sonntag» vom 30. April, in der die Moderatorin für eine Fluglinie geworben hatte.

Die ARD-Unterhaltungschefin Verena Kulenkampff soll daraufhin die Moderatorin in einem Brief darauf hingewiesen haben, «dass durch derartige Aktivitäten die Unabhängigkeit ihrer programmlichen Arbeit in Zweifel gezogen» werden könne. Dies müsse vermieden werden. Daraufhin wurde nach Informationen der Netzeitung Anfang Mai der Produktionsvertrag mit Christiansen «im Interesse der Integrität ihrer Sendung» entsprechend präzisiert. Im Ergebnis kommt die Zusatzvereinbarung in dem so genannten «Sideletter» einem weitgehenden Werbeverzicht gleich.

Bei der mit Foto der Moderatorin gedruckten Äußerung im Zusammenhang mit der Fluglinie handelt es sich demnach um ein so genanntes Testimonial, bei dem umstritten ist, ob es als Werbung anzusehen ist. Der NDR bat Christiansen deshalb, auch auf Testimonials zu verzichten.

Der für die Sendung «Sabine Christiansen» federführende Sender NDR wollte sich auf Anfrage der Netzeitung den Bericht nicht kommentieren. «Wir äußern uns nicht zu Beziehungen, die wir mit Geschäftspartnern haben», sagte NDR-Sprecher Martin Gartzke. Diese unterlägen der «Vertraulichkeit».

Zuletzt waren die TV-Moderatoren Reinhold Beckmann (ARD) und Johannes B. Kerner (ZDF) wegen Werbung für Privatfirmen in die Kritik geraten. Jauch, der 2007 die Nachfolge von Christiansen antreten soll, unterhält ebenfalls mehrere Werbeverträge. Ob er diese bei Vertragsunterzeichnung mit der ARD auflösen wird, ist noch offen. «Ich kann mich zur Zeit nicht äußern, weil noch keine Vertragsverhandlungen stattgefunden haben», zitiert «Bild» den Moderator. (nz)