Magazin-Auflagen brechen ein
Was die Verlage aber noch mehr besorgt, ist das zweite Quartal. Dieses ist nach Informationen der Netzeitung für alle drei Magazine noch deutlich schlechter gelaufen - eine Entwicklung, die im langjährigen Trend keineswegs zu beobachten ist. Dramatische Rückgänge bei einzelnen Titel verunsichern die Blattmacher in Hamburg und München ebenfalls. Auch bewährte Rezepte greifen nicht - so das Fazit von Branchenkennern. So fiel Heft 8 der Lauterbach-Titel des «Stern» mit 975.000 verkauften Exemplaren unter die magische Millionengrenze.
Der «Stern», Flaggschiff des Verlags Gruner + Jahr, verlor immerhin rund 16.000 Käufer im Einzelverkauf. Das ist ein Rückgang um vier Prozent. Für die verkaufte Gesamtauflage bedeutet das einen Verlust von 33.000 Käufern. Die Auflage liegt demnach aktuell nur noch leicht über einer Million.
Ungeachtet der schlechten Einzelverkaufs- Statistik blieb laut IVW «Der Spiegel» mit durchschnittlich 1,055 Millionen verkauften Exemplaren (minus 3,6 Prozent) pro Ausgabe meistverkaufter Titel vor dem «Stern» mit 1,019 Millionen (minus 3,1 Prozent) und «Focus» mit 735.000 (minus 5,8 Prozent).
Aus der Werbewirtschaft ist allerdings schon Kritik zu hören: Man erkenne einen «besorgniserregenden Trend», eine «Schräglage», die manchem Anzeigenkunden nicht zuletzt eingedenk der hohen Anzeigenpreise der Magazine gar nicht schmeckt. (nz)

