24. Apr 2006 13:13
Neue Töne vom neuen Chairman bei Pearson: Die Spekulationen um die «Financial Times» erhalten neue Nahrung.
Der neue Chairman des Verlagshauses Pearson, Glen Moreno, hüllt sich in ausdrückliches Schweigen über die Zukunft der «Financial Times» (FT). Moreno weigerte sich nach der diesjährigen Hauptversammlung, den Verkauf des Blattes auszuschließen. Er sagte einem Bericht des «Independent» zufolge: «Solche Entscheidungen fallen in den zuständigen Gremien, nicht in der Öffentlichkeit. Ich bin da sehr korrekt.» Moreno ist seit Oktober des vergangenen Jahres im Amt. Er sagte: «Ich bewundere die Zeitung. Unsere unmittelbare Aufgabe besteht darin, sie wieder deutlich profitabel zu machen.»Morenos Vorgänger Dennis Stevenson hatte noch vor einem Jahr gesagt: «Gerüchte über Verkaufspläne sind komplett unwahr. Wir haben das nicht vor.»
Auch Marjorie Scardino, CEO von Pearson, hält sich bedeckt. Noch vor kurzem hatte sie gesagt, ein Verkauf der «FT» sei nur über ihre Leiche denkbar. Heute hält sie Anspielungen auf dieses Bild für «pathetisch». (nz)