14. Apr 2006 12:09
Von Blasphemie könne keine Rede sein, sagt MTV-Programmchef Giglinger zu der Kritik an «Popetown». Die Serie soll wie geplant ab Anfang Mai ausgestrahlt werden.
Das Medienkontrollgremium Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) habe der vorab eingereichten Folge der Papst-Satire eine Freigabe für das Tagesprogramm erteilt. «Von Blasphemie kann also keine Rede sein», sagte Giglinger. Die Produktion beschreibt laut MTV satirisch die fiktiven Erlebnisse von Pater Nicholas im Vatikanstaat. Die Papst-Satire sei nicht übertrieben respektlos, argumentierte Giglinger. «Letztendlich sind wir in Deutschland in der glücklichen Situation, in einem Land zu leben und zu arbeiten, in dem Meinungs-, Presse- und Kunstfreiheit es uns erlauben, auch kontroverse Formate im Programm zu haben.»
Auf das Anzeigenmotiv für «Popetown», das einen vom Kreuz gestiegenen Jesus im Fernsehsessel unter dem Titel «Lachen statt rumhängen» zeigt, hatte MTV nach massiven Protesten verzichtet. (nz)