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Karikaturenstreit wird «South Park»-Thema

13. Apr 2006 12:38
Mohammed wird zum Politikum: George W. Bush und Condoleeza Rice in der 'South Park'-Version
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Nach der Fehde mit Scientology nehmen die «South Park»-Macher die nächsten religiösen Gefühle ins Visier. Diesmal geht es um den Streit um die Mohammed- Karikaturen.

Über «South Park» lässt sich vieles sagen. Nicht aber, dass die Macher der Cartoon-Serie ihren ätzenden Spott nicht in alle Richtungen gleichberechtigt ausgießen würden.

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Nachdem in den vergangenen Wochen vor allem die öffentlich ausgetragene Fehde zwischen «South Park» und Scientology für Aufsehen gesorgt hatte, haben sich die Macher Trey Parker und Matt Stone nun mit dem Streit um die Mohammed-Karikaturen näher beschäftigt.

In der jüngsten in den USA ausgestrahlten Folge steht eine Folge der Comedy-Serie «Family Guy» im Mittelpunkt. In der, so die Ankündigung in «South Park», werde die Hauptfigur gemeinsam mit Mohammed Tee trinken. Die Verantwortlichen des TV-Senders versetzt das in Panik, die Folge soll zensiert werden. Auch «South Park»-Kid Cartman schließt sich den Zensurforderungen an und bringt auch Kumpel Kyle dazu, sich seinem Protest anzuschließen – allerdings kommt irgendwann heraus, dass Cartman vor allem deshalb zum Aktionisten wird, weil er «Family Guy» absolut nicht ausstehen kann.

Jesus im Nachmittagsfernsehen

Ob die Mohammed-Folge von «Family Guy» nun gezeigt wird, ist allerdings in «South Park» noch nicht klar: Parker und Stone haben das Thema in eine Geschichte verpackt, die sich über zwei «South Park»-Folgen zieht, von denen die zweite noch nicht gelaufen ist. Am Ende der ersten Folge haben die beiden allerdings einen Cliffhanger gesetzt: Mohammed werde garantiert in ihrer Serie zu sehen sein – zumindest dann, so die Macher wörtlich, wenn «'Comedy Central nicht kneift'». «Comedy Central» ist der Sender, auf dem «South Park» in den USA läuft.

Mit Scientology hatten die Macher Ärger wegen einer Folge bekommen, in der ausführlich über das Scientology-Mitglied Tom Cruise hergezogen wird. Und auch Mohammed war schon bei «South Park» zu sehen – allerdings nur als Nebenfigur in der Folge «Super Best Friends», in der Jesus Christus eine Art Superhelden-Truppe aus diversen Religionsstiftern zusammen stellt.

Jesus selbst wiederum taucht, bisher von Protesten unbehelligt, immer wieder in «South Park» auf – in der Serie hat er schließlich eine Nachmittags-Talkshow im lokalen Fernsehen. Und am Judentum arbeiten sich die Macher vor allem über die jüdische Hauptfigur Kyle ab – gipfelnd in dessen Klagelied: «It's hard to be a Jew on Christmas». (nz)


 
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