Dagegen bewertete der Medienwissenschaftler Lutz Hachmeister die Serie so: «Jede realistische Dokumentation über die Rolle der katholischen Kirche im Mittelalter wäre für das Ansehen des Vatikans schädlicher als diese Zeichentrickserie.» Hachmeister, Direktor des Instituts für Medienpolitik in Berlin, hatte 2005 das Fernsehfestival Cologne Conference organisiert, bei dem die Serie «Popetown» unter den «Top Ten» der Veranstaltung rangierte. Die Serie wurde 2005 in Australien gezeigt und wird in Großbritannien auf DVD vertrieben. Nach einer Beanstandung des Deutschen Werberates hatte MTV bereits auf die weitere Verbreitung der umstrittenen «Popetown»-Werbeanzeige verzichtet. Die ganzseitige Anzeige für die Comic-Serie über einen «durchgeknallten Papst» zeigte einen lachenden Jesus mit Dornenkrone und Wundmalen im Fernsehsessel - im Hintergrund ein leeres Kreuz. Der Titel der Anzeige lautete «Lachen statt rumhängen». (nz)