Schäuble beklagte außerdem eine «Inszenierung von Politik», durch welche die Ernsthaftigkeit politischer Debatten und Entscheidungen geschwächt werde. «Zweitrangige Themen können tagelang die Überschriften dominieren», schreibt er. Der «schnelle Wechsel von Themen und Gegenständen öffentlicher Erregung« verstärke einen Trend, in dem es immer wieder «Fälle von kollektiver Hysterie» gebe. Schäuble rät Journalisten und Politikern daher, sich auf ihre eigenen Aufgaben zu besinnen: «Journalisten sollten sich nicht als Handelnde oder Regisseure begreifen, sondern sich auf Information und Kommentierung beschränken. Und Politiker sollten nicht versuchen, Journalisten und Medien zu instrumentalisieren.» (nz)