22. Feb 2006 16:50
Der britische Finanzinvestor Montgomery kann die «Hamburger Morgenpost» wie geplant übernehmen. Das Kartellamt hatte keine Einwände.
Verkäufer waren die «Mopo»- Eigentümer Hans Barlach und Josef Depenbrock. «Die Sicherung der Vollredaktionen der beiden Boulevard-Zeitungen 'Kurier' und 'Mopo' ist für uns wesentlich», betonten die Betriebsratsvorsitzenden beider Blätter am Mittwoch an. Sie wollten weder Synergien auf Kosten von Arbeitsplätzen in Berlin und Hamburg, noch, dass «die Redaktionen und Verlagsabteilungen gegeneinander ausgespielt werden». Die «Hamburger Morgenpost» wurde 1949 als Boulevardzeitung von der Hamburger SPD gegründet. In der Zeit bis Ende der fünfziger Jahre steigerte sie die Auflage auf rund 450.000 Exemplare, heute ist es noch knapp ein Viertel davon. Depenbrock, dem zuletzt zehn Prozent der Anteile gehörten, fungiert weiter als Geschäftsführer und Chefredakteur des Blattes. (nz)