Im Streit um die dänischen Mohammed-Karikaturen hat Ägypten die aktuellen Ausgaben zweier deutscher Magazine aus den Kiosken verbannt. Es sei darin Unerlaubtes zu sehen, hieß es.
Die ägyptischen Behörden haben im Zusammenhang mit dem Streit um die dänischen Karikaturen des Propheten Mohammed die aktuellen Ausgaben des «Spiegel» und des «Focus» verboten. Die beiden Magazine hatten Teile der umstrittenen Zeichnungen im Zuge der Berichterstattung über den Karikaturen-Streit veröffentlicht. Diese Bilder wollten die Behörden nicht in der Öffentlichkeit verteilt wissen.
Die aktuellen Ausgaben der beiden Blätter dürfen nun nicht verkauft werden, wie die amtliche ägyptische Nachrichtenagentur MENA in Kairo berichtete. Einzelheiten waren zunächst nicht bekannt. Die ursprünglich in der dänischen Zeitung «Jyllands-Posten» abgedruckten Karikaturen hatten in mehreren islamischen Ländern zu Protesten geführt.(nz)