«Jyllands-Posten» beurlaubt Kulturredakteur
09.02.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Die Entscheidung, den Redakteur in den Zwangsurlaub zu schicken, kommt einen Tag nachdem dieser im amerikanischen Fernsehsender CNN angekündigt hatte, seine Zeitung erwäge, auch Karikaturen zum Holocaust zu veröffentlichen.
Chefredakteur Juste hatte diese Meldung seines Kulturredakteurs dementiert. Rose habe den Fehler begangen, weil er in den vergangenen Monaten unter einem unglaublichen Druck gestanden habe, so Juste in einem offenen Brief, den er auf der Website der Zeitung veröffentlichte.
Eine iranische Zeitung hatte angekündigt, einen Karikatur-Wettbewerb auszuschreiben, der den Holocaust zum Thema habe. Rose hatte daraufhin angekündigt, möglicherweise mit der Zeitung Kontakt aufzunehmen und die Zeichnungen nachzudrucken. Das war dem Chefredakteur zu viel.
Juste hat sich bisher nicht dafür entschuldigen wollen, dass sein Blatt die Mohammed-Karikaturen veröffentlicht hat. Er entschuldigte sich aber dafür, religiöse Gefühle verletzt zu haben.

