netzeitung.deGrimme-Affäre: Tagesspiegel feuert Redakteur

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Susanne Osthoff für Grimme-Preis vorgeschlagen: 'Tagesspiegel'-Redakteur muss gehen (Foto: NDR<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Susanne Osthoff für Grimme-Preis vorgeschlagen: 'Tagesspiegel'-Redakteur muss gehen
Foto: NDR
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Der «Tagesspiegel» zieht Konsequenzen aus der Verbreitung einer Exklusiv-Meldung im Zusammenhang mit Vorschlägen für den Grimme-Preis. Einem Redakteur sei gekündigt worden, heißt es in einem Pressebericht.

Die vom «Tagesspiegel» verbreitete Exkulsiv-Meldung, die Ex-Irak-Geisel Susanne Osthoff sei für den für den Grimme-Preis vorgeschlagen worden, hat offenbar zu personellen Konsequenzen geführt. Das berichtet die «Süddeutsche Zeitung» (SZ).

Demnach soll die «Tagesspiegel»-Chefredaktion beschlossen haben, dem Politikredakteur, der als Urheber des Osthoff-Vorschlags gilt, gekündigt werden. Der Medien-Ressortleiter Joachim Huber, der die Meldung laut SZ in Umlauf gebracht hat, habe sein Amt niedergelegt. Über die weitere berufliche Zukunft beim «Tagesspiegel» solle aber noch entschieden werden. Die Chefredaktion des Blattes wollte die Meldung auf Nachfrage der Netzeitung nicht kommentieren.

Huber hatte «exklusiv» berichtet, dass Osthoff für den Grimme-Preis vorgeschlagen worden sei. Später wurde bekannt, dass der Vorschlag auf einen – zunächst nicht namentlich genannten - Redakteur des Blattes zurückgeht.

Als Konsequenz aus dem Vorfall hatte Medien-Ressortleiter Huber Ende Januar bereits seine Mitgliedschaft in der Grimme-Preis-Jury aufgegeben. (nz)