netzeitung.deProminente setzen sich für «Junge Freiheit» ein

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Helmut Markwort setzt sich für 'Junge Frieheit' ein (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Helmut Markwort setzt sich für 'Junge Frieheit' ein
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Der Ausschluss der nationalkonservativen Wochenzeitung «Junge Freiheit» von der Leipziger Buchmesse stößt auf Widerstand. Das Blatt wehrt sich mit einem Appell, den zahlreiche Prominente unterstützen.

Auf breite Unterstützung stößt ein Appell für die Pressefreiheit, mit dem sich die nationalkonservativen Wochenzeitung «Junge Freiheit» gegen ihre Ausladung von der Leiziger Buchmesse wehrt. Zu den Unterzeichnern zählt unter anderen der Herausgeber des Nachrichtenmagazins «Focus», Helmut Markwort. Ein Sprecher des Magazins bestätigte der Netzeitung: «Ja, Herr Markwort unterstützt den Appell.»

In dem Text des Appells wird kritisiert, dass die Leipziger Buchmesse «mit Schreiben vom 30. Januar 2006 der Berliner Wochenzeitung 'Junge Freiheit' aus politischen Gründen die Teilnahme als Aussteller an der diesjährigen Leipziger Buchmesse (16.-19. März)» verweigere. Demnach gefährde die Präsenz der Zeitung die «ordnungsgemäße Durchführung» der Buchmesse.
Grundrechtseingriff
Dagegen protestieren die Unterzeichner. Sie sehen im Ausschluss der Wochenzeitung von der Buchmesse eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit, die, wie es in dem Papier heißt, «besonders schwerwiegt, wenn sie von einer öffentlichrechtlichen Institution vorgenommen» werde. Weiter heißt es: «Wir protestieren gegen diesen Grundrechtseingriff und fordern die Leipziger Messe GmbH auf, den Ausschluss der Wochenzeitung 'Junge Freiheit' von der Leipziger Buchmesse wieder zurückzunehmen.»

Laut der Zeitung zählen zu den weiteren Unterstützern der ehemalige Herausgeber der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (FAZ), Joachim Fest, der Historiker und Publizist Arnulf Baring, SPD-Bundesminister a.D. Andreas von Bülow, die CSU-Bundestagsabgeordneten Peter Gauweiler und Norbert Geis, der Chefredakteur der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA, Helmut Matthies, die Schriftsteller Eckhard Henscheid, Arno Surminski und Ulrich Schacht, die Hochschullehrer Martin van Creveld, Ernst Nolte, Helmut Quaritsch, Robert Spaemann, Theodor Schweisfurth, Alfred M. de Zayas, die Journalisten und Autoren Gernot Facius, Günter Gillessen, Michael Klonovsky, Fritz Schenk, Klaus Wippermann, Botschafter a.D. Horst Weisel sowie der frühere Generalbundesanwalt Alexander von Stahl. (nz)