06.02.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Bücher im Regal
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die Wochenzeitung «Die Zeit» verkauft ab März Kinderbücher, unter anderem die von Astrid Lindgren und Richard Atwater. Damit solle der Aufwärtstrend des Jahres 2005 mit einem Plus bei Auflage, Umsatz und Gewinn weitergehen, hieß es.
Am 2. März will die Hamburger Wochenzeitung «Die Zeit» eine 15-bändige Kinderbuch- Edition mit «wieder entdeckten Schätzen» beispielsweise von Astrid Lindgren oder Richard Atwater starten. Die ausgewählten Geschichten seien lange nicht mehr aufgelegt worden und würden nun in hochwertiger Ausstattung wieder erscheinen. Die Erlöse fließen an das Vorleseprojekt der Stiftung Lesen, um die gemeinsamen Projekte zur Leseförderung des Nachwuchses zu unterstützen, sagte Geschäftsführer Rainer Esser am Montag.
«Die Zeit» legte im vergangenen Jahr bei Umsatz und Gewinn jeweils um 20 Prozent. Bei Erlösen von 104 Millionen Euro wurde 2005 mit 10,5 Millionen Euro das «historisch beste Ergebnis» des Verlags erzielt, sagte Geschäftsführer Rainer Esser am Montag. Um die Zeitung hat der Verlag eine Markenfamilie mit Sonderbeilagen, Veranstaltungen, Lexika-Reihen sowie Shop- und Reise-Angeboten gruppiert.
Die Auflage der im Februar 1946 gegründeten Zeitung war im 4. Quartal 2005 um 3,7 Prozent auf rund 481.000 verkaufte Exemplare gestiegen und damit zum 15. Mal hintereinander verglichen mit dem jeweiligen Vorjahresquartal. «Die Zeit», die zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck gehört, erreicht rund 1,44 Millionen Leser. Die eingeführten Österreich-Seiten hätten die Auflage im Nachbarland um zehn Prozent auf 11.000 verkaufte Exemplare gesteigert, sagte Esser. Der Preis von drei Euro für die Wochenzeitung soll auch 2006 stabil bleiben. Der Verlag beschäftigt rund 335 festangestellte Mitarbeiter.
Rund ein Fünftel des Umsatzes generiert der Verlag mit Projekten wie der Magazin-Familie («Zeit Wissen») und den Lexika. Die seit 2004 aufgelegten Nachschlagewerke brachten bisher rund 32 Millionen Euro ein. Beim Ausbau der «Zeit» um weitere Marken stehe der Verlag erst am Anfang, sagte Esser. (nz)