netzeitung.deArabische Staaten beschließen Medienkampagne

 Herausgeber: netzeitung.de

Mit 22,5 Millionen US-Dollar wollen arabische Länder das schlechte Image des Islam «gerade rücken». Im Streit um die Mohammed-Karikaturen fordern sie zudem ein Eingreifen der Uno. Thema: Mohammed-Satire Karikaturen-Streit droht EU zu spalten Berlin gegen Entschuldigung im Satire-Streit USA verurteilen Karikaturen-Abdruck Der gefährliche Job der «Selbstmord-Karikaturisten» Muslime akzeptieren dänische Erklärung nicht Deutsches Kulturzentrum in Gaza gestürmt Die Informationsminister der arabischen Staaten haben am Samstag in Kairo beschlossen, eine Medienkampagne zu starten, «um das schlechte Image des Islam gerade zu rücken». Die Minister, die sich bei der Arabischen Liga versammelt hatten, erklärten, die arabischen Regierungen wollten zu diesem Zweck 22,5 Millionen US-Dollar bereitstellen. Die Minister beschlossen außerdem, sich in der Frage der zuerst in einer dänischen Zeitung und dann in anderen europäischen Medien veröffentlichten Mohammed-Karikaturen an die Vereinten Nationen zu wenden. Die Uno solle einen Beschluss fassen, der «beleidigende Angriffe gegen religiöse Überzeugungen» verbiete. Der Generalsekretär der Liga, Amre Mussa, betonte, in dieser Frage sei ein gemeinsames Vorgehen der arabischen Staaten notwendig. Der Imam Saleh bin Humaid hatte bei seiner Freitagspredigt in der Großen Moschee von Mekka (Saudi-Arabien) erklärt, die Kontroverse um die Karikaturen habe die Muslime geeint und stark gemacht. «Die (islamische) Nation hat in den vergangenen Tagen hart gearbeitet, um ihren Propheten Mohammed zu unterstützen.» Ein «großartiger neuer Geist durchflutet diese Nation», fügte er hinzu. (nz)

Die Informationsminister der arabischen Staaten haben am Samstag in Kairo beschlossen, eine Medienkampagne zu starten, «um das schlechte Image des Islam gerade zu rücken». Die Minister, die sich bei der Arabischen Liga versammelt hatten, erklärten, die arabischen Regierungen wollten zu diesem Zweck 22,5 Millionen US-Dollar bereitstellen.

Die Minister beschlossen außerdem, sich in der Frage der zuerst in einer dänischen Zeitung und dann in anderen europäischen Medien veröffentlichten Mohammed-Karikaturen an die Vereinten Nationen zu wenden. Die Uno solle einen Beschluss fassen, der «beleidigende Angriffe gegen religiöse Überzeugungen» verbiete. Der Generalsekretär der Liga, Amre Mussa, betonte, in dieser Frage sei ein gemeinsames Vorgehen der arabischen Staaten notwendig.

Der Imam Saleh bin Humaid hatte bei seiner Freitagspredigt in der Großen Moschee von Mekka (Saudi-Arabien) erklärt, die Kontroverse um die Karikaturen habe die Muslime geeint und stark gemacht. «Die (islamische) Nation hat in den vergangenen Tagen hart gearbeitet, um ihren Propheten Mohammed zu unterstützen.» Ein «großartiger neuer Geist durchflutet diese Nation», fügte er hinzu. (nz)