DJV findet Karikaturen nun doch sinnvoll
01.02.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Vor diesem Hintergrund nannte Konken den Nachdruck der umstrittenen Bilder in deutschen Zeitungen einen notwendigen Beitrag zur Meinungsbildung. Ziel sei es nicht gewesen, die religiösen Gefühle zu verletzen.
Nach Paragraf zehn des Pressekodex sind «Veröffentlichungen in Wort und Bild, die das sittliche oder religiöse Empfinden einer Personengruppe nach Form und Inhalt wesentlich verletzen können, mit der Verantwortung der Presse nicht zu vereinbaren». Der Presserat hatte in der Vergangenheit bereits Rügen gegen Zeitungen verteilt, die sich über Muslime oder Christen lustig gemacht hatten.
Der Sprecher des DJV hatte zuvor gegenüber der Netzeitung Verständnis dafür geäußert, dass die Zeitungen ihren Lesern mit den umstrittenen Bildern den Konflikt veranschaulichen wollten. Dafür hätten die Blätter sich aber auf eine einzelne Karikatur beschränken und darauf achten können, dass sie nicht gegen muslimische Grundsätze verstoße. (nz)
