netzeitung.de'Tagesspiegel'-Autor nicht mehr in Grimme-Jury

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Susanne Osthoff bei einem Fernseh-Auftritt (Foto: NDR<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Susanne Osthoff bei einem Fernseh-Auftritt
Foto: NDR
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Nach dem Wirbel um eine Meldung im «Tagesspiegel», wonach Susanne Osthoff für den Grimme-Preis vorgeschlagen wurde, hat der Autor des Berichts seine Mitgliedschaft in der Grimme-Jury aufgegeben.

Der «Tagesspiegel»-Redakteur Joachim Huber ist nicht mehr Mitglied der Grimme-Preis-Jury. Wie das Grimme-Institut mitteilte, stehe Huber für die Jury nicht mehr zur Verfügung. Anderslautende Medienberichte seien falsch, sagte Instituts-Direktor Uwe Kammann der «Berliner Zeitung». Das Magazin «Focus» hatte gemeldet, dass Huber in der Jury bleibe.

Huber hatte «exklusiv» gemeldet, Susanne Osthoff sei für den Grimme-Preis vorgeschlagen worden. Später stellte sich heraus, dass der Urheber des Vorschlags (nicht des Artikels!) ein Mitarbeiter des Blattes ist.

Der «Tagesspiegel» hatte über die mögliche Nominierung Osthoffs für den Fernsehpreis Mitte Januar berichtet. Chefredakteur Lorenz Maroldt hatte im Gespräch mit der Netzeitung sein Bedauern über den Vorfall geäußert. Er trat zugelich dem Eindruck entgegen, dass seine Zeitung die Meldung bewusst lanciert haben könnte. «Der Redakteur hat nicht im Namen des 'Tagesspiegel' und nicht mit Wissen des 'Tagesspiegel', sondern als Privatmann den Nominierungs-Vorschlag gemacht», sagte er. Um welchen Redakteur es sich handelt, sagte Maroldt nicht.

Das Grimme-Institut hatte das Verhalten des «Tagesspiegel» als «inszenierte Mediengeschichte» kritisiert. Nominiert wurde Osthoff letztlich nicht für den Preis. (nz)