Auf die Frage, wie es zu dem Fauxpas kommen konnte, sagte Steiner der Netzeitung, dass dafür die Redaktion verantwortlich sei. Bislang sei es üblich gewesen, die produzierten Seiten zum Korrekturlesen auszudrucken. Um den Prozess zu beschleunigen, könnten die Anzeigen dabei ausgeblendet werden. Der Redakteur wisse dann nur die Größe der Anzeige und von welcher Firma die Anzeige in Auftrag gegeben worden sei.Steiner zufolge fällt es in die Zuständigkeit der Redakteure zu beurteilen, ob die Kombination von Artikeln und Anzeige problematisch sein könnte. Bezüglich des Energieversorgers hatte die Redaktion keine Bedenken. Eon habe eine ganze Reihe von Anzeigen mit unterschiedlichen Slogans in der Zeitung geschaltet, so der Chefredakteur. Mit der missverständlichen Kombination von Anzeigentext und Artikel hatte offenbar niemand gerechnet.
Chefredakteur Steiner zog Konsequenzen: «Ich habe umgehend verboten, die Anzeigen beim Belichten auszublenden.» (nz)