26. Jan 2006 21:58
Im Dezember hatte David Montgomery den Berliner Verlag übernommen. Offenbar verhandelt er derzeit über den Kauf einer weiteren Zeitung.
Der Kauf der «Hamburger Morgenpost» wäre dem Bericht zufolge ein erster Schritt zu der von Montgomery angestrebten Zeitungskette in Deutschland. Er hatte mit den Finanzinvestoren Veronis Suhler Stevenson und Mecom Ende Oktober den Berliner Verlag von der Stuttgarter Holtzbrinck-Gruppe gekauft und im Dezember übernommen. Das Geschäft hatte für heftige Diskussionen in der Medienbranche gesorgt. Die Chefredakteure von im Verlag erscheinenden Blätter, Uwe Vorkötter von der «Berliner Zeitung» und Hans-Peter Buschheuer vom «Berliner Kurier», hatten das Vorhaben öffentlich kritisiert. Sie fürchteten um die journalistische Qualität infolge von Sparmaßnahmen, die Mitarbeiter um ihre Arbeitsplätze.
Holtzbrinck hatte sich vom Berliner Verlag getrennt, da das Kartellamt zuvor eine Fusion mit dem ebenfalls zum Unternehmen gehörenden «Tagesspiegel» untersagt hatte. (nz)