netzeitung.deMontgomery an «Morgenpost» interessiert

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Im Dezember hatte David Montgomery den Berliner Verlag übernommen. Offenbar verhandelt er derzeit über den Kauf einer weiteren Zeitung.

Die Eigner der «Berliner Zeitung» rund um den britischen Finanzinvestor David Montgomery verhandeln über den Kauf der «Hamburger Morgenpost». Das berichtete die «Financial Times Deutschland» am Donnerstagabend. Demnach führen Montgomery und die US-Investorengruppe Veronis Suhler Stevenson derzeit mit dem Eigentümer der Hamburger Zeitung, Hans Barlach, konkrete Gespräche über das Geschäft. Es könnte schon in kurzer Zeit perfekt sein, hieß es. Ein Sprecher Montgomerys wollte den Bericht der «FTD» gegenüber nicht kommentieren.

Der Kauf der «Hamburger Morgenpost» wäre dem Bericht zufolge ein erster Schritt zu der von Montgomery angestrebten Zeitungskette in Deutschland. Er hatte mit den Finanzinvestoren Veronis Suhler Stevenson und Mecom Ende Oktober den Berliner Verlag von der Stuttgarter Holtzbrinck-Gruppe gekauft und im Dezember übernommen.

Das Geschäft hatte für heftige Diskussionen in der Medienbranche gesorgt. Die Chefredakteure von im Verlag erscheinenden Blätter, Uwe Vorkötter von der «Berliner Zeitung» und Hans-Peter Buschheuer vom «Berliner Kurier», hatten das Vorhaben öffentlich kritisiert. Sie fürchteten um die journalistische Qualität infolge von Sparmaßnahmen, die Mitarbeiter um ihre Arbeitsplätze.
Holtzbrinck hatte sich vom Berliner Verlag getrennt, da das Kartellamt zuvor eine Fusion mit dem ebenfalls zum Unternehmen gehörenden «Tagesspiegel» untersagt hatte. (nz)