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South-Park-Folge aus Programm geworfen

02. Jan 2006 14:36
Klein und boshaft: Cartman, Kyle und Kenny aus 'South Park'.
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Der US-Sender «Comedy Central» hat eine Folge der Serie «South Park» nicht ausgestrahlt. Eine religiöse Organisation hatte gegen eine menstruierende Madonna protestiert.

Respektlosigkeit, Geschmacklosigkeit und die Verletzung von Tabus kann man der Cartoon-Serie «South Park» eigentlich nicht vorwerfen. Schließlich bilden sie die Grundpfeiler der Serie. Allerdings scheint die letzte in den USA gesendete Episode härter zu sein, als die Chefetage der Medien-Mutter Viacom das zu tolerieren bereit ist.

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  • Der Viacom-Kanal Comedy Central habe eine Wiederholung der Folge «Bloody Mary» kommentarlos aus dem Programm gekippt, berichtet die Entertainment-Site «E Online». Bereits nach der Erstausstrahlung am 7. Dezember hatte die Katholische Liga für religiöse und Bürgerrechte gegen die Folge protestiert, in der sowohl die Jungfrau Maria als auch Papst Benedikt XVI. wichtige Rollen spielen.

    Protest gegen menstruierende Maria

    In der fraglichen Folge beginnt eine Statue der Jungfrau Maria in der Serie aus dem Unterleib zu bluten – die Vorgänge in der Kleinstadt in Colorado ziehen Gläubige von weither an. Schließlich liegt es am Papst zu entscheiden, ob die blutende Statue offiziell als Wunder anerkannt wird, was dieser mit der Begründung ablehnt, bei der Blutung handle es sich um eine ganz normale Menstruation. Das passiere ja die ganze Zeit, deshalb könne es sich nicht um ein Wunder handeln.

    Neben den Darstellungen von Papst und Mutter Gottes ist die christliche Organisation besonders darüber erbost, dass die Folge zum ersten Mal ausgerechnet einen Tag vor dem Tag der Unbefleckten Empfängnis Mariens zu sehen war. Die Katholische Liga forderte von Viacom eine öffentliche Entschuldigung bei allen Katholiken sowie das Versprechen, «Dass diese Folge dauerhaft aus dem Verkehr gezogen und auch nicht auf DVD zugänglich gemacht wird.»

    Absetzung ohne Angabe von Gründen

    Viacom-Vorstand Joseph A. Califano Jr., selbst praktizierender Katholik, nannte die Episode ein «erschreckendes und geschmackloses Porträt der Jungfrau Maria» und versprach, dafür zu sorgen, dass sie auch den Viacom-Chef Tom Freston vorgeführt werde.

    Auch Screenshot und Fotos der Folge sind inzwischen von der Homepage des Senders verschwunden. Ein offizielles Statement zur abgesetzten Wiederholung gibt es von der Sender-Mutter nicht, allerdings deutet alles darauf hin, dass man bei Viacom die Kritik der katholischen Organisation ernst genommen hat. (nz)


     
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