netzeitung.deDJV will Stellen beim Berliner Verlag retten

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Sitz des Berliner Verlags (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Sitz des Berliner Verlags
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Der Berliner Ableger des DJV will sich dafür einsetzen, dass die Stellen beim Berliner Verlag erhalten bleiben. Unter Umständen könne der Protest über Argumente hinausgehen.

Der Verein Berliner Journalisten (VBJ) hat angekündigt, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um einen Stellenabbau beim Berliner Verlag zu verhindern. Das sei dem britischen Investor David Montgomery am Freitag schriftlich mitgeteilt worden, teilte der Berliner Landesverband des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV) mit. Er wolle gemeinsam mit den Betriebsräten und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft Verdi für dieses Ziel kämpfen. Dabei könnten nicht nur Argumente, sondern auch «Aktionen» eine Rolle spielen.

Montgomery sei im Schreiben aufgefordert worden, den Arbeitnehmern eine Stimme im Aufsichtsrat des Unternehmens zu geben. Außerdem habe der VBJ-Vorsitzende Gerhard Kothy eine Erklärung darüber verlangt, ob die in der Presse kolportierten Gewinnerwartungen von 21 Prozent zwecks Sicherung von journalistischer Qualität und Arbeitsplätzen verhandelbar seien. Der Geschäftsführer des Berliner Verlags, Peter Skulimma, hatte laut VBJ am Mittwoch auf einer Betriebsversammlung gesagt, die Zahl sei noch diskutierbar.

Die Finanzinvestoren Veronis Suhler Stevenson und Mecom hatten den Berliner Verlag Ende Oktober von der Stuttgarter Holtzbrinck-Gruppe gekauft und Anfang Dezember übernommen. Bei der Übernahme hatte Mecom-Chef Montgomery versprochen, dass seine Pläne nicht zu Lasten der Qualität gehen. (nz)