netzeitung.deBeim Berliner Verlag droht Stellenabbau

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Blätter des Berliner Verlags (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Blätter des Berliner Verlags
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Mitarbeiter des Berliner Verlages fordern von der Geschäftsleitung Klarheit über die Unternehmensziele. Der Betriebsrat fürchtet Jobverlust «im dreistelligen Bereich».

Nach Medienberichten über hohe Rendite-Erwartungen der neuen Eigentümer des Berliner Verlages haben die Mitarbeiter am Mittwoch auf einer Betriebsversammlung von der Geschäftsleitung die Offenlegung der Unternehmensziele gefordert. «Wir wollten hören, wie es jetzt weitergeht», begründete die Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates, Renate Gensch, die kurzfristig anberaumte Sitzung. Zufriedenstellend seien die Auskünfte nicht gewesen: «Aber das hatte ich nicht anders erwartet», sagte sie der Netzeitung.

Das Magazin «Der Spiegel» hatte am Wochenende berichtet, Geschäftsführer Peter Skulimma habe Pläne, die Rendite des Unternehmens innerhalb von drei Jahren von zwölf auf 21 Prozent zu steigern. Arbeitsgruppen sollten in den nächsten Wochen Vorschläge erarbeiten, wie das Ziel zu erreichen sei.

Die in den Medien genannten Zahlen habe die Geschäftsführung nicht bestätigt, sagte Gensch. «Stellenabbau wollte die Geschäftsleitung aber nicht ausschließen.» Die Geschäftsführung habe keine Angaben darüber gemacht, wie viele Arbeitsplätze gestrichen werden könnten. Der Betriebsrat jedenfalls fürchte Jobverluste «im dreistelligen Bereich».

«Das lassen wir uns nicht gefallen»
Für die Mitarbeiter war es Gensch zufolge wichtig klar zu machen, «dass wir uns das nicht gefallen lassen werden». Die Arbeitnehmervertretung werde im Januar Pläne konkretisieren, wie sich die Mitarbeiter gegen den drohenden Verlust ihres Arbeitsplatzes wehren können.

Der Betriebsrat vertritt rund 750 Mitarbeiter in dem kürzlich von britisch-amerikanischen Finanzinvestoren übernommenen Unternehmen, das unter anderem die «Berliner Zeitung», den «Berliner Kurier» und das Stadtmagazin «Tip» herausgibt.


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