netzeitung.deBundesliga-Rechte: Preiserhöhung um das 1230-fache

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Bundesliga im TV (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Bundesliga im TV
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Für 650.000 Mark hatten ARD und ZDF damals die Premieren-Saison der Bundesliga übertragen. Dann wurden die Rechte immer teurer. Ab der Saison 2006/2007 kosten die TV-Rechte mehrere hundert Millionen Euro.

Seit Gründung der Bundesliga vor mehr als 40 Jahren ist der Preis für die TV-Rechte daran um mehr als das 1230-fache gestiegen. Für die Premieren-Saison zahlten die damals konkurrenzlosen öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF 650.000 Mark. Für die kommenden drei Spielzeiten gingen am Mittwoch die wichtigsten Rechte für jeweils 420 Millionen Euro an Arena (Initiative mehrere Kabelnetzbetreiber), ARD, ZDF, DSF, die Telekom und betandwin.

«Die Bundesliga stellt das attraktivste Fernsehrecht in Deutschland dar», sagte der Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga DFL, Christian Seifert, am Mittwoch in Frankfurt. Insgesamt bekommt die Liga für drei Jahre 1,26 Milliarden Euro.

Undenkbare Summe
Vor 40 Jahren war eine solche Summe undenkbar. Das erste Mal durchbrach der Rechtepreis in der Saison 1968/69 die Eine-Million-Mark-Grenze (1,68). Bis 1988 besaßen stets die ARD und das ZDF die Rechte an der Fußball-Bundesliga, ehe durch RTL erstmals auch ein privater Sender einstieg. Zusammen mit der UFA und der ARD zahlten sie insgesamt 40 Millionen Euro für die Meisterschaftsrunde 1988/99.

Den nächsten Preissprung gab es 1992, als ISPR, Sat1, UFA und Premiere gemeinsam 145 Millionen Mark bezahlten und sich bis 1999/2000 auf 330 Millionen Mark steigerten. Nach dem Einstieg von KirchMedia erhielten die Vereine mehr als 355 Millionen Euro (rund 695 Millionen Mark) und freuten sich bereits auf die abgemachte Steigerung auf 460 Millionen Euro (900 Millionen) Mark.

Kirch-Imperium
Doch dann kam der Zusammenbruch des Imperiums von Leo Kirch. Nach den Wirren der Kirch-Krise mussten die Clubs zuletzt mit 300 Millionen Euro zufrieden sein. Bei ihrem neuen Abschluss verzichteten die Vereine einstimmig auf noch mehr als die 420 Millionen Euro per Saison. (nz)