Leitende Mitarbeiter verlassen Berliner Verlag
Bereits am Freitag war bekannt geworden, dass «Tip»-Chefredakteur Hermann seinen Posten nach zehn Jahren aufgibt. Gegenüber der Netzeitung begründete er seine Entscheidung mit «unterschiedlichen Auffassungen über die Ausrichtung des Verlages». Details wollte er unter Verweis auf seinen Aufhebungsvertrag nicht nennen.
Wie die Chefredakteure von «Berliner Zeitung» und «Berliner Kurier» hatte sich auch Hermann kritisch zur Übernahme des Verlages durch die Firma Mecom des britischen Investors David Montgomery und die Finanzgesellschaft Veronis Suhler Stevenson (VSS) geäußert.
Montgomery selbst hatte kurz nach Bekanntwerden der Übernahme Ende Oktober Befürchtungen zurückgewiesen, wonach er mit dem Erwerb des Verlages lediglich an einem schnellen und profitablen Ausstieg interessiert sei. Er wolle langfristig eine deutsche oder europäische Mediengruppe aufbauen.
In der vergangenen Woche hatten die neuen Eigner Medienberichten zufolge ihre Ziele konkretisiert: Demnach soll die Geschäftsleitung den Gewinn in den nächsten Jahren deutlich steigern. In einer internen Präsentation habe Geschäftsführer Peter Skulimma Pläne vorgestellt, nach denen die Rendite von zwölf Prozent in diesem Jahr stufenweise auf 21 Prozent im Jahr 2008 steigen soll, berichtete das Magazin «Der Spiegel». Wie die Steigerung erreicht werden kann, sollen Arbeitsgruppen in den nächsten Wochen Vorschläge klären. (nz)
