18. Dez 2005 18:04
Der Berliner Verlag soll nach dem Willen seiner neuen Besitzer fast doppelt so viel an Einnahmen bringen wie bisher. Chefredakteur Vorkötter will offenbart aussteigen.
Die neuen Besitzer des Berliner Verlags («Berliner Zeitung», «Berliner Kurier») wollen dessen Rendite von derzeit 12 schrittweise auf 21 Prozent erhöhen. Das berichtet das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» unter Berufung auf eine interne Präsentation des Geschäftsführers Peter Skulimma. Ein Sprecher des britischen Investors David Montgomery lehnte es dem Blatt zufolge ab, die Pläne zu «kommentieren».Skulimma wird laut «Spiegel» von Montgomerys Angebot Gebrauch machen und sich am Unternehmen beteiligen. Anders als der kaufmännische Leiter - und auch anders als Uwe Vorkötter, der im Vorfeld der Übernahme massiv gegen die neuen Eigentümer aufgetreten war. Vorkötter soll um die Auflösung seines Chefredakteursvertrags gebeten haben.
Das Bundeskartellamt hatte dem internationalen Finanzkonsortium Ende November die Genehmigung für die Übernahme des Berliner Verlags vom Holtzbrinck-Verlag erteilt. In diesem Jahr erwirtschaftete der Berliner Verlag 14,5 Millionen Euro an Gewinn. Für 2006 verlangen die Investoren dem Bericht zufolge 16,5 Millionen, während der Verlag selbst nur von 14,1 Millionen ausgeht. 2007 soll der Gewinn dann bei 23,8 Millionen und 2008 bei 26,7 Millionen Euro liegen. In den nächsten Wochen sollen Arbeitsgruppen Vorschläge ausarbeiten, wie die Ziele zu erfüllen sind. Bis Anfang März erwarten die Gesellschafter Bericht. (nz)