netzeitung.deSchleichwerbe-Vorwurf gegen Boßdorf

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Hagen Boßdorf (Foto: ARD<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Hagen Boßdorf
Foto: ARD
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

ARD-Sportkoordinator Boßdorf steht nicht nur wegen früherer Stasi-Kontakte in der Kritik. Auch von Schleichwerbung soll er gewusst haben.

Nach Berichten über eine Stasi-Mitarbeit ist ARD-Sportkoordinator Hagen Boßdorf mit neuen Vorwürfen konfrontiert: Er soll in einen Schleichwerbefall der ARD eingeweiht gewesen sein. Wie die «Süddeutsche Zeitung» (SZ) berichtet, hätten die Bierfirma Krombacher und der Energiekonzern Eon für Produktplatzierungen beim Star-Biathlon 2005 insgesamt 60.000 Euro an eine Tochter der Bavaria und der Westdeutschen Rundfunk (WDR) Media Group gezahlt.

Bei Nachforschungen der Innenrevision des WDR, die vor Monaten auf den Fall gestoßen sei, habe es Hinweise gegeben, dass Boßdorf eingeweiht gewesen sei, schreibt die SZ.

Der WDR habe die Unterlagen an die Kollegen des NDR weitergereicht. Der Fall habe auch in der Sondersitzung des NDR-Verwaltungsrats am Dienstagabend eine Rolle gespielt, als dieser über die neu aufgetauchten Stasi-Unterlagen zu Boßdorf diskutierte.

Boßdorf selbst sagte gegenüber der SZ, die Vorwürfe gegen ihn bezüglich des Schleichwerbeskandals träfen nicht zu. Er sei dafür nicht verantwortlich gewesen.

Der Verwaltungsrat hatte am Dienstagabend beschlossen, den Vertrag mit Boßdorf als Sportchef des NDR wegen dessen Stasiverstrickungen aufzulösen. Boßdorf will dagegen klagen. (nz)