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«Frankfurter Rundschau» spart an den Freien

08. Dez 2005 10:53
Die 'Frankfurter Rundschau' ist hier zu Hause: Frankfurt am Main.
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Die «Frankfurter Rundschau» plant neue Sparmaßnahmen. Die Beilage «FR plus» wird eingestellt. Zudem soll es laut Geschäftsführung «Veränderungen im Bereich der freien Mitarbeiter» geben.

Die wirtschaftlich angeschlagene Tageszeitung «Frankfurter Rundschau» plant Umstrukturierungen im redaktionellen Angebot und ein «hartes Kostenmanagement». So sollen die 2003 eingeführten themenspezifischen FR-plus-Beilagen dienstags bis freitags nicht mehr erscheinen, berichtete der Sprecher der Geschäftsführung des Druck- und Verlagshauses Frankfurt am Main, Karlheinz Kroke.

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Die Inhalte würden aber «in das Hauptblatt integriert». Betroffen sind davon die Angebote zu Wissen und Bildung, Politik, Kultur und Wirtschaft.

Beobachter rechnen damit, dass der Honorar-Etat der «Frankfurter Rundschau» für das Jahr 2006 um 40 Prozent reduziert wird. Dazu wollte sich Kroke nicht äußern. «Zu Veränderungen im Bereich der freien Mitarbeiter kann es aber durchaus kommen», sagte er.

Das Druck- und Verlagshaus hat die Zahl seiner Beschäftigten von mehr als 1650 im Jahr 2001 auf 720 zum Ende des Jahres 2005 reduziert.

Regionale Berichterstattung gestärkt

Weitere Veränderungen sind laut Kroke geplant: Die lokale und regionale Berichterstattung der «Frankfurter Rundschau» solle weiter verbessert werden, ohne dass es zu «Abstrichen am überregionalen Anspruch» komme. Mehrere 100.000 Euro würden zusätzlich für die Regionalredaktionen zur Verfügung gestellt.

Gestärkt werde auch das samstägliche «Magazin», das in der aktuellen Form nicht den Ansprüchen der Leser entspreche, sagte Kroke. Das lokale Veranstaltungsmagazin «plan F» werde man künftig kostengünstiger produzieren. Hierfür werde ein neues Konzept erarbeitet, das stärker auf Zulieferungen setze. Eventuell werde sich auch der Name ändern.

Geplanter Einstieg eines Mehrheitsinvestors

Die nun beschlossenen Maßnahmen hätten «rein gar nichts» mit dem geplanten Einstieg eines neuen Mehrheitsinvestors zu tun, betonte der Sprecher der Geschäftsführung. Zu dem Stand der Verhandlungen mit Interessenten könne er nichts sagen, so Kroke. Das sei nicht Aufgabe der Geschäftsführung, sondern des Eigentümers.

Zurzeit hält die Medienholding der SPD, die Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft (DDVG), 90 Prozent der Anteile an dem Unternehmen. (nz)

 
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