netzeitung.deSpatz tot: «Domino Day» erzürnt Tierschützer

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Tod wegen Domino-Sabotage: Ein Spatz starb beim ,Domino Day'. (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Tod wegen Domino-Sabotage: Ein Spatz starb beim ,Domino Day'.
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Bei den Vorbereitungen zum «Domino Day» auf RTL hat ein Vogel 23.000 Dominosteine umgeworfen. Dann wurde er erschossen. Tierschützer protestieren bei RTL.

Deutschlands Tierschützer laufen Sturm gegen RTL und seine Show «Domino Day». Grund dafür ist, dass bei der Vorbereitung der Sendung, die am Freitag um 20:15 Uhr laufen wird, ein Spatz erschossen wurde.

In einer Halle im niederländischen Leeuwarden bringen Helfer im Moment knapp vier Millionen Dominosteine in eine Reihe.Gelingt es, sie in der Sendung durch das Anstoßen eines einzigen Steins alle zum Umkippen zu bringen, dann wäre ein neuer Weltrekord aufgestellt.

Allerdings hatte sich ein Spatz in die Halle verirrt. Nachdem das Tier bereits 23.000 Dominosteine umgeworfen hatte, wurde es mit einem Luftgewehr zur Strecke gebracht. Der Deutsche Tierschutzbund sieht darin einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Danach ist das Töten von Tieren nur aus einem «vernünftigen Grund» erlaubt. Einen solchen können die Tierschützer in der Domino-Aktion nicht erkennen.

Auf Tierfang spezialisiertes Unternehmen
RTL reagierte inzwischen auf die Vorwürfe. Das Team in den Niederlanden habe sofort ein auf Tierfang spezialisiertes Unternehmen zu Hilfe geholt. «Die Mitarbeiter der Firma versuchten, den Vogel mehr als eine Stunde lang einzufangen», erklärte ein Sprecher des Senders. «Da dies leider trotz aller Anstrengungen nicht gelang, wurde vor Ort entschieden, das inzwischen völlig erschöpfte und verängstigte Tier von einem Jäger erschießen zu lassen.»

Der Tierschutzbund forderte RTL auf, der für den «Domino Day» verantwortlichen Produktionsgesellschaft Endemol klarzumachen, in Zukunft in solchen Fällen tiergerechte Verfahren anzuwenden. Falls es sich um einen PR-Gag handeln sollte, sei dies eine «zweifelhafte Methode zur Quotensteigerung». (nz)