netzeitung.deMiller: Pressefreiheit in USA bedroht

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Judith Miller (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Judith Miller
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die monatelang inhaftierte Reporterin Judith Miller wirft den US-Behörden vor, die Rechte der einzelnen Bürger zu missachten. Sie nannte auch Gründe für ihren Weggang von der «New York Times».

Die im Zusammenhang mit dem Regierungsskandal um die Enttarnung einer CIA-Agentin inhaftierte US-Journalistin Judith Miller hat die Gründe für ihre Vertragsauflösung bei der «New York Times» dargelegt.

«Meine Person war am Ende wichtiger als meine Arbeit«, sagte sie in einem Interview mit der »Welt am Sonntag«. »Das will kein Reporter.» Sie und die Zeitung hätten sich nach zehntägigen Verhandlungen einvernehmlich getrennt.

In dem Interview warnte Miller zudem davor, dass die Pressefreiheit und nationale Sicherheit in ihrem Land bedroht seien. Rechte des Einzelnen und der Presse hätten nicht mehr so viel Wert wie die der Gesetzeshüter und Behörden, kritisierte die 58-Jährige.

Miller hatte im Sommer drei Monate im Gefängnis verbracht, weil sie die Preisgabe vertraulicher Quellen im Weißen Haus verweigert hatte. Dabei ging es um die Enttarnung einer Geheimdienstagentin Valerie Plame.

Der Stabschef von Vize-Präsident Richard Cheney, Lewis Libby, wurde inzwischen im Zusammenhang mit der Affäre wegen Falschaussage angeklagt. (nz)