03.11.2005
Herausgeber: netzeitung.de
SPD-Schatzmeisterin Inge Wettig-Danielmeier
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Das Engagement bei der «Frankfurter Rundschau» hat das Finanzergebnis der SPD-Medienholding leicht belastet. Das Unternehmen hält unterdessen an seinen Plänen fest, das Blatt 2006 zu verkaufen.
Die Medienholding der SPD, die Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft (DDVG), hat im Jahr 2004 einen leichten Gewinnrückgang verzeichnen müssen. Der Gewinn nach Steuern betrage für diesen Zeitraum 11,5 Millionen Euro. Im Jahr 2003 seien es noch 12,5 Millionen Euro gewesen seien, gab die DDVG am Donnerstag in Hamburg bekannt. «Ein respektables Ergebnis in schwierigen Zeiten», kommentierte SPD-Schatzmeisterin Inge Wettig-Danielmeier das Ergebnis.
Lokal und regional erfolgreich Der leichte Gewinnrückgang lasse sich vornehmlich auf einen Anstieg der Steuerrückstellungen zurückführen, hieß es auf der Bilanz-Pressekonferenz des Unternehmens weiter. Das Kerngeschäft laufe positiv, sagten die beiden Geschäftsführer Jens Berendsen und Gerd Walter. Im Jahr 2004 habe es gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg des Betriebsergebnisses um 3,8 Millionen Euro auf insgesamt 22,9 Millionen Euro gegeben. Dies entspreche einem Wachstum von knapp 20 Prozent.
Die DDVG ist vor allem an regionalen und lokalen Zeitungsverlagen beteiligt. Diese Sparte habe den größten Anteil zum Ergebnis beigetragen, so die Geschäftsführung. Dagegen habe das Engagement bei der «Frankfurter Rundschau» (FR) die DDVG im Finanzergebnis leicht belastet.
«FR»-Verkauf 2006Das Restrukturierungsprogramm habe bei der FR allerdings schneller umgesetzt werden können als zunächst beabsichtigt. Der geplante Personalabbau sei abgeschlossen und die «Prozessorganisation komplett restrukturiert».
Die DDVG bestätigte noch einmal, dass sie im Jahr 2006 die Mehrheit an der «FR» verkaufen wolle. Derzeit besitzt die SPD-Holding 90 Prozent der Anteile an dem Frankfurter Traditionsunternehmen. (nz)