24. Okt 2005 16:11
Als «herausragende Unverschämtheit» des Jahres 2005 wurde die RTL-Show «Die Super Nanny» ausgezeichnet. Die Sendung verletze die Würde von Kindern.
Die «Super Nanny» erhält den Preis in diesem Jahr mit der Begründung: «Kinder werden in äußerst problematischen Extremsituationen vorgeführt und in zum Teil inszenierten Szenen ,verheizt’.» RTL bediene damit einen Voyeurismus, die Sendung verletze die Würde der Kinder.Der Verlag sammelt zunächst Vorschläge für den Anti-Preis auf einer offenen Liste, eine Jury wählt daraus elf Kandidaten aus, unter denen die Zuschauer dann abstimmen können – per Internet, Brief oder an einer Wahlurne, die der Verlag durch die Republik schickt. Gut 72.000 Voten gingen in diesem Jahr ein.
Auf Platz zwei bei der Abstimmung landete «Leute heute»-Frau Nina Ruge: «Ihr täglicher Abschluss-Satz ,Alles wird gut’ in ,Leute heute’ unterstellt, dass beim Zuschauer und in unserer Republik alles schlecht ist.»
Zur Auswahl standen auch Reinhold Beckmann, die Moderatorin des ZDF-Fernsehgartens, Andrea Kiewel, Bettina Schausten, die ebenfalls für das ZDF das Polit-Barometer präsentiert sowie TV-Richter Alexander Hold – mit der Begründung, «weil noch kein einziger Fernsehproduzent vor dem Richter» stand. (nz)