14.10.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Gruner+Jahr-Vorstand Achim Twardy
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die Wünsche britischer Finanzinvestoren für den deutschen Zeitungsmarkt bleiben unerfüllt - soweit es Dresden betrifft.
Achim Twardy, Zeitungsvorstand bei Gruner + Jahr, lässt auf Anfrage der Netzeitung keinen Raum für Zweifel: «Die Sächsische Zeitung steht nicht zum Verkauf. Es gibt auch keinerlei Gespräche mit 3i.»
Die Spekulationen waren aufgekommen, nachdem 3i sich anschickte, den Berliner Verlag zu übernehmen. Im Zuge der ersten Gespräche von 3i mit Führungskräften des Berliner Verlags hatte ein mit der Materie Vertrauter die Pläne von 3i beschrieben, eine Regionalzeitungskette in Deutschland zu etablieren: «Die tun so, als hätten sie auch schon die Sächsische Zeitung im Sack - obwohl die SPD einen Verkauf unter diesen Bedingungen bereits ausgeschlossen hat.»
In diesem Zusammenhang war von mit dem Verkauf befassten Holtzbrinck-Leuten die Aussage überliefert worden, dass Gruner + Jahr ebenfalls bereits mit 3i im Gespräch sei. Dazu sei gegenüber Mitarbeitern der «Berliner Zeitung» gesagt worden: «Der Twardy wartet nur darauf, dass wir in Berlin der ersten Schritt tun.»
Twardys Dementi dürfte dieser Einschätzung die Grundlage entzogen haben. (nz)