06.10.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Cover des Magazins "View"
Foto: nz (screenshot)
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Viel zum Blättern, weniger zum Lesen: Mit «View» bringt der Verlag Gruner + Jahr am Samstag ein neues Monatsmagazin auf den Markt. So etwas kenne man auch im Ausland noch nicht, so Redaktionsleiter Jacobi.
Mit Hilfe einer zwölf Millionen Euro teuren Werbekampagne will der Verlag Gruner + Jahr einen neuen Ableger des «Stern» auf dem umkämpften deutschen Zeitschriftenmarkt platzieren: Das Monatsmagazin «View» setzt auf großformatige Fotos von aktuellen Ereignissen und hält den Textanteil eher klein. «Etwas wie 'View' gibt es noch nicht, auch nicht im Ausland», sagte Redaktionsleiter Tom Jacobi am Donnerstag bei der Vorstellung des 172-Seiten-Heftes in Hamburg.
Das neue Blatt besteht fast völlig aus doppelseitigen Fotos und jeweils einem kurzen Text. So sind Bilder aus dem Irak-Krieg zu sehen, aus dem überschwemmten New Orleans, von einer Notlandung in den USA oder aus der Berliner Politszene. Dazu kommen mehrere längere Reportagen, zum Beispiel über den amerikanische Filmstar Sean Penn. «Ich glaube, wir boxen das im Markt durch», sagte «Stern»-Chefredakteur Thomas Osterkorn, der Herausgeber von «View» ist.
Die neue Zeitschrift ist nach Angaben von Jacobi aus der Erfahrung heraus entstanden, dass beim «Stern» jeden Tag 4000 bis 5000 Fotos eingehen. Aber nicht alle guten Fotos könne der «Stern» auch bringen. Daraus sei die Idee hervorgegangen, ein eigenständiges Blatt mit Foto-Schwerpunkt zu gestalten, sagte Jacobi.
«View» erscheint am Samstag zum ersten Mal, soll drei Euro kosten und langfristig eine verkaufte Auflage von 150.000 Stück erreichen. Es ist der vierte Ableger des «Stern» nach dem zweimonatlichen «Gesund leben», dem Monatsblatt «Neon» und «Stern Fotografie», das vier Mal im Jahr erscheint. Die «Stern Biografie» wurde unlängst wegen zu geringer Nachfrage geschlossen. (nz)