04.09.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Die "Marienhof"-Serie machte zuletzt vor allem wegen Schleichwerbung Schlagzeilen.
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Im Zusammenhang mit dem Skandal um Schleichwerbung hat SWR-Intendant Voß Konsequenzen für Produzenten angekündigt. Ihnen sollen künftig teure Vertragsstrafen drohen.
Die ARD beharrt im Skandal um Schleichwerbung in Serien wie «Marienhof» auf Schadenersatz. Die Ansprüche der ARD gegenüber der Produktionsfirma Bavaria Film müssten nüchtern und nachvollziehbar ermittelt und dann rasch beglichen werden, sagte des Intendanten des Südwestrundfunks (SWR), Peter Voß, dem Nachrichtenmagazin «Focus».
Voß, der auch Mitglied im Aufsichtsrat der Bavaria Film ist, kündigte als Konsequenz aus dem Skandal an, die Produzenten zu verpflichten, jede Zusammenarbeit mit Dritten offen zu legen. In den Produktionsverträgen würden Vertragsstrafen festgelegt. «Wer sich dann noch bei Schleichwerbung erwischen lässt, für den wird's teuer», so Voß.
Der SWR-Intendant äußerte sich zudem skeptisch in der Frage, ob bei den beginnenden Verhandlungen über Fußballrechte die ARD die Bundesliga «im Ersten halten» könne. Über Summen wolle er aber nicht öffentlich spekulieren. Voß sprach sich dafür aus, im Fernsehprogramm künftig stärker Prioritäten zu setzen. «Unser Spielraum ist begrenzt», sagte er. (nz)