netzeitung.deARD für hohe Strafen bei Schleichwerbung

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ARD-Vorsitzender Thomas Gruber (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe ARD-Vorsitzender Thomas Gruber
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Wer gegen das Verbot von Schleichwerbung verstößt, soll künftig mit hohen Vertragsstrafen rechnen. Gegen die «Bavaria Film» bereitet die ARD bereits eine Schadensersatz-Klage vor.

Der ARD-Vorsitzende Thomas Gruber will verstärkt gegen Schleichwerbung im Fernsehen vorgehen. In einem Brief an die ARD-Intendanten fordert Gruber eine «Vielzahl von Konsequenzen und Maßnahmen», um gegen die Missstände vorzugehen.

So schlägt der ARD-Vorsitzende unter anderem hohe Vertragsstrafen für den Fall vor, dass Fernsehproduzenten dem Verbot von Schleichwerbung zuwider handeln. Künftige Arbeitsverträge sollten einheitlich formuliert werden.

Gegen die Produktionsfirma «Bavaria Film» hat die ARD bereits eine Klage auf Schadensersatz vorbereitet. Das Unternehmen hatte über Jahre hinweg bezahlte Product-Placements in der Fernsehserie «Marienhof» zugelassen. Der Geschäftsführer von «Bavaria» wurde vor zwei Wochen fristlos gekündigt.

Für das Vorabendprogramm hat die ARD inzwischen eine «Clearing-Stelle» eingerichtet. Sie soll versteckte Werbung schneller entdecken.

Nach einer Umfrage nimmt jeder zweite Deutsche Schleichwerbung im Fernsehen nicht wahr. Nur 40 Prozent forderten ein generelles Verbot von Product-Placement. (nz)