25. Jul 2005 19:23
Im Skandal um Schleichwerbung in Sendungen der ARD hat nun SWR-Intendant Voß angekündigt, dass die so erzielten Einnahmen gespendet würden. Er kritisierte zugleich die Placement-Agenturen.
SWR-Intendant Peter Voß will die Einnahmen, die der SWR über seine Tochterfirma Maran durch Schleichwerbung eingenommen hat, für einen gemeinnützigen Zweck spenden. Er sagte außerdem am Montag in Stuttgart, dass eine Vermittlungsagentur für Schleichwerbung nach der Säuberung des am Sonntag ausgestrahlten Tatorts «Bienzle und der Sizilianer» die Rückzahlung eines Betrages von 25.230 Euro von der SWR-Tochter Maran gefordert habe. Es handele sich um Themenplacements zu «Heizöl beziehungsweise Rapsöl», die in der gesendeten Fassung herausgeschnitten worden seien. «Die Geschäftemacher, die bei der Bavaria und der Maran einen Riesenschaden angerichtet haben, wollen ihr Geld zurück, nach dem Motto 'Frechheit siegt'», sagte der SWR-Intendant. Das zeige, dass «diese Leute» noch nicht begriffen hätten, «was sie angerichtet haben». (nz)