«Rockstars können Afrika nicht retten!»04. Jul 2005 12:52  |  Live 8 in Johannesburg | Foto: AP |
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Europa schwärmt vom «achten Weltwunder», Südafrikas Medien jedoch können dem weltweiten Rock-Spektakel nichts abgewinnen.
Kaum Schlagzeilen hat das weltweite Live-8-Konzertereignis vom Wochenende in Südafrika bekommen. Die Veranstaltung, die auf der ganzen Welt zum Kampf gegen Armut aufrief, wurde in den Blättern nur auf den hinteren Seiten abgehandelt. Afrikas einziges Konzert im Live-8-Reigen fand in Johannesburg vor «nur» 40.000 Zuschauern statt.
Kaum Infos
Das auflagenstarke Traditionsblatt «The Star« weist darauf hin, dass ein Großteil der Afrikaner mangels Zugang zu Informationen gar nichts von den Konzerten wusste. «Weltweite Konzerte waren nicht das Wichtigste im Bewusstsein der Afrikaner», titelte die Zeitung. Der vor allem von schwarzen Lesern gekaufte «Sowetan» schreibt unter der Überschrift «Die Mengen meiden Live 8»: «Der afrikanische Ableger des Live-8-Konzerts in Johannesburg war nicht gerade gut besucht (...). Obwohl mehrere tausend Leute kamen, war der Platz bei weitem nicht ausgelastet.» Und der «Citizen» kommt in einem knappen Kommentar zu dem Fazit: «Rockstars können Afrika nicht retten«. (nz)
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