netzeitung.deHotelbetrug: CDU-Politiker Thümler tritt zurück

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Thorsten Thümler (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Thorsten Thümler
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Der niedersächsische CDU-Landtagsabgeordnete Thümler tritt zurück. Damit zieht er die Konsequenz aus Vorwürfen gegen ihn: Er soll sich in Hotels als Reisejournalist ausgegeben haben, um Rabatte zu ergattern.

Nach Betrugsvorwürfen tritt der niedersächsische CDU-Landtagsabgeordnete Thorsten Thümler nun zurück. «Ich werde meine öffentlichen und politischen Ämter niederlegen», sagte Thümler am Samstag der Nachrichtenagentur AP.

Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft Oldenburg ein Ermittlungsverfahren wegen Betruges gegen den 34-Jährigen eingeleitet, weil sich der CDU-Politiker als Reisejournalist ausgegeben hatte, um in Hotels umsonst oder kostengünstiger übernachten zu können. Nach den Vorwürfen drohte Thümler der Fraktionsausschluss.
Fragekatalog zu den Vorwürfen
Bereits am Freitag hatte der parlamentarische Geschäftsführer der niedersächsischen CDU-Landtagsfraktion, Bernd Althusmann, angekündigt, Thümler werde Aufgaben, Ämter und Funktionen in der Fraktion zunächst ruhen lassen. Zudem wurde ihm ein Fragenkatalog zu den Vorwürfen zugesandt, den er bis Montag beantworten sollte.

Sollte sich der Verdacht erhärten, so Althusmann, müsse entweder Thümler selbst entsprechende Konsequenzen ziehen oder die Fraktion werde ein Ordnungsverfahren mit dem Ziel des Parteiausschlusses einleiten.

Rabatte in Luxushotels
Thümler soll sich als Reisejournalist der in Oldenburg erscheinenden «Nordwest-Zeitung» ausgegeben haben, um Rabatte in Luxushotels und mindestens auch zwei kostenlose Übernachtungen zu erhalten. Wie die Zeitung berichtete, soll der CDU-Landtagsabgeordnete einer Hotelkette als Nachweis für seine journalistische Tätigkeit Meldungen und eine größere Reportage zugeschickt haben, die dem Wochenend-Journal der «Nordwest-Zeitung» entnommen worden waren.

Aus einer Reportage über Tunis habe er dabei die Autorenzeile entfernt, um den Eindruck eines Berichtes aus eigener Feder zu erwecken, hieß es. Bei seinen Anfragen in Hotels nach Sonderkonditionen habe Thümler zudem einen Presseausweis des Deutschen Journalistenverbandes Brandenburg vorgelegt und Schreiben einer «Norddeutschen Medien- und Marketingagentur» versandt. (nz)