12.06.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Schleichwerbung auch beim Südwestrundfunk (SWR)
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Der Skandal um verbotene Schleichwerbung im ARD-Programm weitet sich aus. Auch eine Produktionstochter des Südwestrundfunks soll illegale Werbung zugelassen haben.
Im ARD-Programm ist offenbar sehr viel mehr verbotene Werbung platziert worden, als bislang bekannt. Laut einem Bericht der «Stuttgarter Nachrichten» ist nun auch der Südwestrundfunk (SWR) in mindestens zwei Fällen betroffen.
Bei internen Überprüfungen ist demnach entdeckt worden, dass die SWR- Produktionsgesellschaft Maran Film GmbH mit Sitz in Baden-Baden sowohl im Jahr 2001 als auch 2004 illegale Werbung zugelassen und dafür verbotenerweise Geld angenommen hat. SWR-Intendant Peter Voß sagte der Zeitung: «Wir haben bisher zwei Fälle von Schleichwerbung gefunden, weitere schließe ich nicht aus.»
Bavaria wieder involviertIm ersten Fall handelte es sich der Zeitung zufolge um das Internetportal Lycos, dessen Logo in der Jugendserie «Fabrixx» platziert wurde. Lycos soll dies später mit 23.500 Euro honoriert haben. Im zweiten Fall soll der Sportartikelhersteller Asics 20.000 Euro für die Tatsache bezahlt haben, dass der Hauptdarsteller im Film «Ich will laufen - der Fall Dieter Baumann» Sportschuhe der Firma trug.
Die Maran GmbH gehört zu 51 Prozent dem SWR, die restlichen 49 Prozent hält die Bavaria Film. Dort war der Skandal um verbotene Schleichwerbung vor kurzem aufgeflogen. Demnach ließ die bayerische Produktionsgesellschaft über Jahre zu, dass in der ARD-Serie «Marienhof» systematisch Themen und Produkte platziert werden konnten. (nz)