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Verbraucherzentrale: ARD schadet sich selbst

10. Jun 2005 18:24
Edda Müller
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Die geplanten Kürzungen von Wirtschafts- und Politmagazinen der ARD stoßen Sender-intern auf Ablehnung. Auch die Verbraucherzentrale warnt davor, den Kritikern des gebührenfinanzierten Systems neue Argumente zu liefern.

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) fordert die Intendanten der ARD auf, von einer Kürzung der Sendezeit ihrer Wirtschafts- und Politmagazine abzusehen. «Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr kritischen Hintergrund-Journalismus», sagte vzbv-Vorstand Edda Müller an Freitag. «Mehr Fast Food statt investigative Recherche und Aufklärung gefährdet die Legitimation und den Bildungsauftrag der ARD.» Damit würden sich die Sender am Ende selbst schaden.

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Nach Ansicht der Verbraucherzentrale wären die Kürzungen mit dem Bildungsauftrag der Öffentlich-Rechtlichen nicht vereinbar. Es sei zu befürchten, dass immer weniger Platz für qualitative Beiträge bleibe und verbraucherorientierte Sendungen auf ein Minimum reduziert würden. Logische Konsequenz wäre, dass immer mehr wirtschafts- und verbraucherspezifische Themen unter den Tisch fallen werden, so Müller.

Die Gebührenzahlern hätte dafür kein Verständnis, warnt Müller. Sinkende Quoten würden die Folge sein. Eine solche Sender-Politik sei Wasser auf die Mühlen der Kritiker des gebührenfinanzierten Rundfunksystems.

Streit um Magazine

Zu Beginn der kommenden Woche wollen die Intendanten der ARD-Anstalten über Programmänderungen entscheiden. Geplant ist sowohl die Kürzung der Politmagazine «Monitor», «Panorama», «Report Mainz», «Report München», «Kontraste» und «Fakt» als auch der Wirtschaftssendung «Plusminus».

Auch Sender-intern stößt das Vorhaben auf heftige Kritik. So appelliert die Redakteursvertretung des Westdeutschen Rundfunks (WDR) an die Intendanten, «keine Kürzung des Informationsangebots» zu beschließen. «Ausgerechnet jetzt, wo die ARD durch schnellstmögliche Aufklärung der Schleichwerbungs-Vorfälle in einer Fernsehserie Glaubwürdigkeit in der Öffentlichkeit zurück gewinnen will, wäre es geradezu fatal, das öffentlich-rechtliche Profil an anderer Stelle wieder zu beschädigen», heißt es in einer Erklärung der Redakteure. (nz)

 
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