13. Mai 2005 10:53
«Ars pro toto» heißt das neue Magazin der Kulturstiftung der Länder. Es stellt interessante Kunstprojekte vor und soll auch Sponsoren für die Arbeit der Stiftung interessieren.
Neue Kunst- und Kulturpublikationen verdanken sich nicht immer nur dem Wagemut privatwirtschaftlich geführter Verlage. Mit «ars pro toto» hat die Kulturstiftung der Stiftung der Länder jetzt ein aus öffentlicher Hand finanziertes Magazin vorgestellt. Wie bereits die erste nun vorliegende Nummer beweist, ist der thematische Rahmen des Magazins so weit gefasst, wie es die Spanne der durch die Stiftung geförderten Projekte ist.Es geht um die Bildungsinitiative «Kinder zum Olymp», den Fotografen Erich Salomon, der in der Berlinischen Galerie zu sehen ist, die Hamburger Kunsthalle, Ernst Ludwig Kirchner in der Münchner Pinakothek der Moderne und die weltberühmte Kartographensammlung des Perthes-Verlages. Johanna Wanka, die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, erläutert im Interview den Stellenwert von Kulturpolitik im Spannungsfeld von kommunalen Themensetzungen und überregionalen Interessen.
Ars pro toto ist ein Hybrid: Zum einen vermag es kulturell interessierte Leser durchaus im Sinne eines Feuilletons für Kunstthemen zu interessieren. Zum anderen aber soll es erklärtermaßen dem Werben um Sponsoren und der Beschaffung von Spendengeldern dienen. Schließlich erhalten viele der im Heft vorgestellten Projekte noch kein Geld, obwohl sie von der Stiftung bereits als förderungswürdig befunden worden sind.
Kulturförderung ist, wie Isabel Pfeiffer-Poensgen, die Generalsekretärin der Stiftung, im Editorial des Heftes schreibt, eine Angelegenheit des öffentlichen Interesses: «Der Zustand zahlreicher Kulturgüter ist alarmierend und braucht unser aller Hilfe!» Das Heft erscheint in einer Auflage von 10.000 Exemplaren. (nz)