02. Mai 2005 18:34
Ein neues Internet-Portal bietet Medienopfern die Chance, auf falsche oder einseitige Berichterstattung öffentlich mit einer Gegenrede zu reagieren. Betrieben wird die Plattform von ehemaligen «Bild»-Redakteuren.
Mit einer kostenlosen Ankündigung signalisiert der Betroffene, dass er sich zu einer bestimmten Berichterstattung äußern oder juristisch dagegen vorgehen wird. Die Ankündigung bleibt 24 Stunden online. In dieser Zeit kann der Betroffene eine «Gegenrede» formulieren, die nach Überprüfung durch die «fairpress.biz»-Redaktion und gegen Gebühr veröffentlicht wird.«Natürlich darf nicht jeder Querulant bei uns aufschreien, wir werden das journalistisch prüfen», sagte Herausgeber Röbel. Geschäftsführer der GmbH und Chefredakteur ist der ehemalige Bild.de-Chef Michael Bogdahn.
Solch ein Internet-Portal sei erforderlich geworden, da zwischen Berichterstattung und einer vor Gericht erstrittenen Gegendarstellung zu viel Zeit liege, erklärte Röbel. «Immer mehr Klienten fragen ihren Anwalt, was sie ad hoc gegen falsche oder einseitige Berichterstattung tun können.» Das Portal wolle zu einem besseren Gleichgewicht zwischen Medien und Betroffenen beitragen, biete aber keine Rechtsberatung und erkläre sich nicht zum Richter über Falsch und Richtig, hieß es. (nz)