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Krümelmonster auf Diät gesetzt

08. Apr 2005 10:35
Obst statt Kekse
Das Gesundheitswahn geht auch an der Sesamstraße nicht vorbei: Krümelmonster muss Karotten essen und wird von einer sprechenden Aubergine beraten.

Seit Gründung der «Sesamstraße» Mitte der sechziger Jahre steht das Krümelmonster für Genuss ohne Reue. Mit seinen blauflauschigen Pfoten schaufelt es ekstatisch Kekse in sich hinein und kullert dazu versonnen mit den Augen.

Damit soll jetzt Schluss sein, berichtet in den Grundfesten erschüttert die Nachrichtenagentur AP: Krümelmonster wird sich in der in dieser Woche in den USA startenden 35. Staffel der «Sesamstraße» verhältnismäßig gesund ernähren. Statt Schokokekse gibt es Obst oder aber «gesünderes» Gebäck.

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Sogar einen neuen Song muss das Monster nun singen: Statt des Urschreis: «Keeeeekse!!!» hört man es nun «Einen Keks isst man manchmal» brummeln. Denn das neue Krümelmonster lehrt den von Fettleibigkeit bedrohten US-Nachwuchs den Unterschied zwischen «Immer-» und «Manchmal-Speisen».

Während sich auf der Website der «Sesamstraße» nur der kleine Hinweis findet, dass Krümel nun weniger Kekse isst, erklärt die bei der «Sesamstraße» für Bildung zuständige Rosemarie Truglio, dass die Sendung neben Zahlen und Buchstaben den Kindern auch die Bedeutung von gesundem Essen und Bewegung nahebringen will. Jede Folge beginne nun mit einem «Gesundheitstipp» zu Ernährung, Sport oder auch Hygiene.

Ein Keks reicht

Truglio kündigte zudem neue Charaktere an: So werden zum Beispiel sprechende Auberginen und Karotten auftreten, sogar ein ganzer singender Früchtestand ist in Planung. Auch Gäste sollen sich zum Thema Gesundheit äußern: Alicia Keys werde demnächst über die Vorzüge des Sports singen, und Senatorin Hillary Rodham Clinton werde mit dem kleinen roten Monster über den Geschmack verschiedener Speisen diskutieren, so der Bericht.

Anbetracht dieser Entwicklungen muss sich eben auch das Krümelmonster anpassen und seinen Heisshunger kontrollieren. Es werde sich mäßigen und so den jungen Zuschauern zeigen, dass man auch einen Keks genießen kann, so Truglio. Bleibt zu hoffen, dass das Monster seinen Namen weiterhin verdient. (nz)

 
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