netzeitung.deRaab droht Strafbefehl über 150.000 Euro

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Stefan Raab (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Stefan Raab
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Weil er eine Mutter in seiner Show «TV Total» als Drogendealerin verspottete, könnte Stefan Raab nun der Prozess gemacht werden.

Eine Mutter, die bei der Einschulung ihrer Tochter von TV-Reportern interviewt wurde, fand sich knapp einen Monat später plötzlich auch in der Sendung «TV Total» wieder:

Moderator Stefan Raab kommentierte die Aufnahmen des Hessischen Rundfunks, auf denen die Frau die Schultüte ihrer Tochter hält, so: «Unfassbar oder? Die Dealer tarnen sich immer besser». Die Frau hat daraufhin Strafanzeige gestellt, womit nun das Amtsgericht München befasst ist.

Laut den Unterlagen, die der Netzeitung vorliegen, wurde dort von Seiten der Staatsanwaltschaft ein Strafbefehl über 150.000 gegen Raab beantragt. Begründet wurde dies so: Der Moderator habe die Mutter ohne deren Einverständnis öffentlich zur Schau gestellt und damit gegen das Kunsturhebergesetz verstoßen.

Vertreten wird die Klägerin Nil S. von dem Essener Anwalt Frank Roeser, der bereits für die Schülerin Lisa Loch 70.000 Euro Schmerzensgeld erstritt. Damals hatte sich Raab durch alle Instanzen gewehrt.

Im vergangenen Dezember wies der Bundesgerichtshof den letzten Vorstoß des Moderator aber ab. Sollte dem Antrag zugestimmt werden, hätten seine Scherze für Raab erstmals auch straf- und nicht nur zivilrechtliche Folgen. (nz)