07.03.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Gina vergnügte sich nachts, und blieb doch nicht unbeobachtet dabei
Foto: Endemol
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Eine Stunde am Tag müssen bei «Big Brother» die Kameras aus sein. Ein Pärchen nutzte das Zeitfenster zum Sex - und rief damit die Medienanstalt auf den Plan.
Stolz hatte es die Produktionsfirma Endemol verkündet: Nur sechs Tage nach Sendebeginn der neuen «Big Brother»-Staffel «Das Dorf» hatte sich ein Pärchen beim Sex vergnügt. Erotische Bilder von Gina und Norman aber wird es nicht geben, denn die beiden nutzen ausgerechnet die kamerafreie Stunde im Haus: Sie hatten sich extra einen Wecker gestellt, um zwischen fünf und sechs Uhr morgens ungestört zu sein. Genau dieses Ereignis könnte der RTL2-Serie nun Ärger mit den deutschen Medienanstalten bescheren. Denn nun will die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk (LPR) überprüfen, ob mit der Bekanntgabe der Ereignisse durch Endemol «der Sinn der kamerafreien Stunde konterkariert» worden sei.
Raum für PrivatesDie besagte «Freistunde» wurde nämlich schon in der ersten Staffel der Sendung im Frühjahr 2000 auf Druck der Landesmedienanstalten eingeführt. Sie soll den Kandidaten, die 24 Stunden lang von Kameras beobachtet werden, die Gelegenheit geben, sich zurückzuziehen und Privates zu besprechen.
In dieser Zeit überwacht zwar die Regie alle Räume, es werden aber keine Bilder aufgezeichnet und übertragen, weder in der Tageszusammenfassung auf RTL2 noch live bei Premiere.
Eine Endemol-Sprecherin sagte, der Vorgang werde in der Tageszusammenfassung am 8. März thematisiert, da das Paar von einem Mitbewohner, der im selben Zimmer geschlafen hatte, am Montagmorgen darauf angesprochen worden sei. Somit sei die Aktion ohnehin öffentlich geworden. (nz)